22. Mai - 2010 Hinter hohen Mauern... |
…da leben auch die Ausländer in Kabul ein ganz normales Leben. Zum Beispiel organisieren sie Volleyball Turniere, bei denen die verschiedenen NGOs gegeneinander antreten. Ich habe mit meinen (Trekking-) Kumpels von der IAM, der International Assistance Mission gespielt, da das Ministerium an solchen Events natürlich nicht teilnimmt. Solche Nachmittage sind den Ausländern vorbehalten, denn wären Afghanen anwesend, dann könnten wir Mädels nicht so ausgelassen in engen und knappen Sportoutfits, über den Platz rennen….
Die große Überraschung des Tages waren allerdings nicht die unverschleierten jungen Frauen, sondern die vielen ausländischen Kids, die vergnügt in dem kleinen Pool oder besser im Brunnen planschten. Kabul erscheint ganz und gar kein Familienstandort zu sein und doch leben hier einige Ausländer, gemeinsam mit ihren Familien. Es gibt in Kabul gute Privatschulen und einige der Mütter, mit denen ich mich unterhalten habe, sind felsenfest der Meinung ihren Kindern in Kabul eine ganz normale Kindheit ermöglichen zu können. Wie ich den Kleinen an diesem sonnigen Freitagnachmittag zusah, da konnte ich dem nur wenig entgegenhalten….
Während in einem Stadtteil Kabuls fleißig geplanscht und gespielt wird, vergnügen sich Max und Simon lieber damit, ihre Kletterkünste an der Hauswand zu erproben. Total verrückt…:)
nun ja, ein wenig geplanscht wird im Skateistan Gästehaus auch.....
Ich muss oft an meine Unterhaltungen mit meiner Mutter denken, bevor ich nach Kabul gezogen bin. Immer wieder meinte sie (wenngleich mit sorgenvollen Blick :)) du wirst dort unbeschreiblich interessante und nette Menschen kennen lernen. Auf einmal haben diese Menschen Gesichter und Namen - Carol, Farshid, Tom, Mats, Warrick, Marsia, Riyadh, Reshad, Ghizaal, Christina, Jos, Touba, Ollie, Max, Julia ….Es sind die Menschen, die einen Ort zu dem machen, was er ist - sie machen Kabul zu einem wundervollen Ort!